Kontingentübung „Feuervogel“ – Trainieren für den Waldbrand-Einsatz im Landkreis Main-Spessart

Am 24. und 25. April 2026 nahmen wir an der groß angelegten Feuerwehrübung Feuervogel im Landkreis Main-Spessart teil. Gemeinsam mit zahlreichen Feuerwehren und Organisationen wurde dabei der Ernstfall eines großflächigen Waldbrandes unter realistischen Bedingungen geübt.

Ausgangspunkt des Szenarios war ein angenommener Waldbrand im Spessartwald westlich von Neustadt am Main. Rund 400 Einsatzkräfte aus Feuerwehr, BRK, THW, Polizei sowie Führungs- und Unterstützungsstrukturen waren in die Übung eingebunden. Im Fokus standen insbesondere die überörtliche Zusammenarbeit, Führungsstrukturen sowie die Sicherstellung der Löschwasserversorgung über lange Wegstrecken.

Wir waren Teil des Hilfeleistungskontingents aus dem Landkreis Neustadt/WN und der Stadt Weiden. Dieses umfasste insgesamt etwa 130 Einsatzkräfte und 26 Fahrzeuge, die gemeinsam in den Landkreis Main-Spessart verlegten. Mit unserem Mehrzweckfahrzeug Parkstein 11/1 waren wir im Wassertransportzug eingesetzt und übernahmen dort die Führungsunterstützung.

Bereits am Freitagmittag reisten wir im geschlossenen Kontingent in den Landkreis Main-Spessart an. Die Anfahrt erfolgte über die A3 bis zur Anschlussstelle Altfeld/Marktheidenfeld. Vor Ort richteten wir zunächst unser Nachtquartier in der Main-Spessart-Halle ein.
Am Abend kamen die Einsatzkräfte und Führungskräfte zu einem gemeinsamen Kameradschaftsabend in der Feuerwache Marktheidenfeld zusammen. Dieser bot Raum für Austausch, Begrüßung und die gemeinsame Vorbereitung auf den bevorstehenden Übungstag. Auch wir nutzten die Zeit, um uns auf die anstehenden Aufgaben einzustimmen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Am Samstagmorgen startete die Übung mit der Alarmierung des Szenarios. Im gesamten Landkreis waren daraufhin zahlreiche Einsatzfahrzeuge im Einsatz.
Das Übungsszenario führte die Einsatzkräfte in ein Waldgebiet westlich von Neustadt am Main. Gerade Vegetations- und Waldbrände stellen Feuerwehren vor besondere Herausforderungen: schwieriges Gelände, lange Anfahrtswege, begrenzte Wasserentnahmestellen, hohe körperliche Belastung und ein großer Koordinierungsbedarf zwischen den eingesetzten Einheiten.

Unsere Aufgabe im Wassertransportzug bestand darin, die Wasserversorgung für die eingesetzten Kräfte sicherzustellen. Konkret wurde Wasser vom Feuerwehrhaus Rechtenbach in das betroffene Waldgebiet transportiert.
Wir unterstützten dabei die Zugführung mit der Koordination der Wassertransportlogistik, der Funkkommunikation und Abstimmung mit den eingesetzten Einheiten sowie dem Führen des Einsatztagebuchs. Damit waren wir ein zentraler Bestandteil der Führungsstruktur innerhalb unseres Zuges.

Nach mehreren intensiven Übungsstunden wurde die Kontingentübung am frühen Nachmittag beendet. Zum Abschluss kamen alle beteiligten Kräfte auf einem Parkplatz in Lohr zu einer kurzen Nachbesprechung zusammen. Dort wurden erste Eindrücke gesammelt und die wichtigsten Punkte zusammengefasst.
Für die Verpflegung sorgte das BRK mit einem frisch gekochten Mittagessen. Kreisbrandrat Florian List richtete seinen Dank an alle Beteiligten und fasste die wichtigsten Zahlen, Fakten und Erkenntnisse der Übung zusammen. Im Anschluss hieß es offiziell: Übungsende. Unser Hilfeleistungskontingent verlegte zurück in die Heimat, ebenso rückten die Kräfte aus Main-Spessart wieder an ihre Standorte ein.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und die Gastfreundschaft im Landkreis Main-Spessart!

Bilder: Jakob Dorner, Fabian Schreffl (FF Parkstein), Moritz Otremba und Benedict Rottmann (Kreisfeuerwehrverband Main-Spessart)